005 Was Kühe wollen! 10 Tatsachen für stressfreien Umgang mit Rindern

Heute lernst du 10 Tatsachen kennen, damit du noch stressfreier mit deinen Kühe arbeiten kannst. Und warum stressfreier Umgang gerade beim Melken von großer Bedeutung ist.

1. Kühe wollen wissen von wem sie bewegt werden.
2. Kühe mögen nicht erschreckt werden werden.
3. Kühe brauchen Zeit.
4. Kühe machen nur eine Sache zur Zeit.
5. Kühe folgen anderen Kühen.
6. Bewegung erzeugt Bewegung.
7. Kühe mögen keine hektischen Bewegungen
8. Kühe mögen keine lauten Geräusche
9. Kühe können durch Distanz belohnt werden.
10. Fester Körperkontakt wirkt beruhigend auf Kühe

Das Zonenkonzept steht auf Seite 8 in der Broschüre über Rinderhaltung von der Berufsgenossenschaft.

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Dieses Refraktometer nutzt Birte, sie verfüttert die Milch ab dem Wert 22.
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Hier gibt es 10 Tipps für erfolgreiche Kalbungen:
zu den 10 Tipps

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Falls Du diese Folge gut fandest, sende doch einfach den Link an andere “Kuhleute”!


Viel Spaß mit Deinen Kühen

Dein Christian Völkner

 

7 Kommentare
  1. Susi
    Susi says:

    Tolle Idee mit dem Refraktometer 🙂
    Ich kenne nur diese Kolostrumspindel. Und bin momentan auch am überlegen mir soetwas zuzulegen, gerade bei guter Kolostrumqualität wäre ein Einfireren sinnvoll, da mir momentan viele Färsenabkalbungen haben.
    Stressfreier Umgang ist so wichtig und kommt leider in manchen Anlagen viel zu kurz, da die Mitarbeiter unter (Zeit)Druck stehen, man sollte sich diese Dinge, die du im podcast genannt hast, immer wieder neu ins Gedächtnis rufen, denn schließlich arbeiten wir mit Lebewesen.
    Vielen dank für diese neue Episode 🙂
    Lieben Gruß von Susi

    Antworten
    • Christian Völkner
      Christian Völkner says:

      Hallo Susi,
      Danke für dein Lob! Bei mir hat diese Spindel nie lange gehalten. Die ist empfindlich wie ein rohes Ei!
      Weitere Vorteile vom Refraktometer sind:
      1. Du kannst von dem Wert auf Futterqualität bzw. die Futteraufnahme in der Zeit vor der Kalbung schließen. Je höher der Wert, je besser läuft es also in deiner Trockensteher und Transitphase.
      2. Wenn ein Tier mit ihrem Wert stark nach unten aus bricht, ist sie höchstwahrscheinlich Krank und sollte untersucht werden.

      Beste Grüße
      Christian

      Antworten
    • Jürgen Plesse
      Jürgen Plesse says:

      Hallo Susi,

      das kann man so allgemein nicht beantworten.
      Zunächst wäre wichtig zu erfahren, ob es ein optisches oder ein digitales R. ist
      und ob es eine Temperaturkorrektur hat.
      Es gibt sehr verschiedene Skalen bei den Refraktometern.
      Man müsste wissen, welche Du hast.

      Eine der gebräuchlisten Skalen ist der Brechungsindex.
      Da ist die Einstufung wie folgt:
      >= 1,365 sehr gut bis gut
      1,364-1,361 mittel
      < 1,361 nicht für die Erstversorgung geeignet
      Alternativ wird %Brix verwendet.
      Hier liegt der Grenzwert für sehr gutes K. bei 21%
      Mit der Formel nach Quigley lassen sich die Werte
      auch direkt in g IG/l umrechnen.
      Bei Bedarf haben wir dafür eine Excel-Tabelle.

      Gruß
      Jürgen

      Antworten
    • Birte
      Birte says:

      Hallo Susi,
      also wenn Du jetzt das Gerät mit % Brix Anzeige hast, ist der Wert ab 21/ 22 super wie Jürgen schon geschrieben hat …. unsere Kühe liegen meistens zwischen 25 und 30 , es kam auch schon einmal vor dass auf der Skala nichts zu sehen war – dann hatte die Kuh einen Wert über 30. Diese Werte sind alle super und die kannst Du auch gut einfrieren für den Fall dass eine Starke mal unter den Wert 21 kommt . Erfahrungsgemäss haben ja ältere Kühe besseres Kolostrum was nicht heissen muss dass nicht auch mal eine Färse an die 29 kommt. Wir hatten einmal eine Totgeburt bei einer Färse ohne ersichtlichen Grund. Das Kolostrum lag bei einem Wert von 12- bei dieser Färse muss also auf jeden Fall eine Untersuchung gemacht werden wo das Problem liegt. Wie man sieht spiegelt die Kolostrumqualität auch den Gesundheitsstatus der Kuh wieder und wie intakt ihre eigene Immunabwehr ist.

      Antworten
      • Jürgen Plesse
        Jürgen Plesse says:

        Hallo,
        statistisch gesehen haben Kühe der zweiten Laktation die “schlechtesten” Kolostren. Das ist aber graue Theorie.
        Da die individuellen Schwankungen so groß sind und auch von Laktation zu Laktation erhebliche Unterschiede bei der gleichen Kuh auftreten, hilft nur jedes mal zu testen.

        Einflüsse auf die Kolostrumqualität sind sehr(!) vielfältig.
        Kalbestress, verfrühter Milchfluss, Zeit von der Kalbung bis zur ersten Melkung, Ernährung in der Trockenperiode, Medikationen, Krankheit u.v.m.

        Schlechtere Kolostren lassen sich gut durch sehr gute Kolostren anderer Kühe aufwerten. Die Mischung ist dann genau so gut, wie ein natives K. mit gleichem IG-Gehalt. Möglichst immer Kolostren aus dem eigenen Bestand verwenden, da die Kühe mit den lokalen Keimen kontaminiert sind und eine entsprechende Immunabwehr aufgebaut haben.
        Kolostrumpulver ist die letzte Notlösung, wenn man gar nichts anderes zur Verfügung hat.

        Gruß
        Jürgen

        Antworten
  2. Jürgen Plesse
    Jürgen Plesse says:

    Aus der Literatur der letzten Jahre und eigenen Untersuchungen zeigt sich immer wieder:
    Es gibt keine wichtigere und nachhaltigere Einzalmaßnahme, als die rechtzeitige, ausreichende Gabe von qualitativ hochwertigem Kolostrum.
    Alle allgemeinen angaben über Kolostrumqualität nach Alter der Kühe, Farbe, etc. haben sich als nicht stichhaltig herausgestellt. Die Qualitätsprüfung sollte bei JEDEM einzelnen Kolostrum stattfinden.
    Im Minimum sollten für eine Erstversorgung des Kalbes 50g IG/l enthalten sein. Im Durchschnitt findet man 75 g/l. ABER die Streuung ist riesig und reicht von ca. 20-250 g/l.

    Als Gerät würde ich ein digitales Refraktometer mit Temperaturkorrektur empfehlen.
    Ist zwar etwas teurer (ca. 250 €), aber das macht sich schnell bezahlt.
    2 Tropfen Milch auf´s Testglas, Knopfdruck, fertig. Man bekommt einen
    objektiv ermittelten Wert als Digitalanzeige. Kein Interpretationsspielraum,
    der Fehler zulässt.

    Von sehr guten Kolostren würde ich das Anlegen einer Kolostrumbank empfehlen.

    Gruß
    Jürgen

    Antworten

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