024 Gute Milchviehfütterung fängt bei einem gesunden Boden an! Ein Interview mit Andreas Krallinger von der DSV

Mehr Ertrag im Grünland durch gezielte Investitionen in Deinen Boden!

In dieser Folge erfährst Du:

– Wie es sein kann, dass trotz guter Kali, Magnesium, Phosphor und Ph-Werte in der Standard-Bodenuntersuchung die Pflanzen nicht vernünftig wachsen können.

-Weshalb, das Deutsches Weidelgras genau wie der Weizen besondere Anforderungen an die Bewirtschaftung und die Busenfruchtbarkeit stellt.

-Mit welcher Methode Du herausfinden kannst, an welchem Punkt Dein Boden noch Potenzial hat! So dass du deine Düngeplanung gezielt anpassen kannst.

-Wie ich es geschafft habe mehr Ertrag und eine höhere Ertragssicherheit zu realisieren.

-Das, die Proteinsynthese nur schlecht funktioniert, wenn Stickstoff, Kupfer, Schwefel und Molybdän nicht in der Richtigen Menge vorhanden sind.

Weiter Aussagen vom Grünlandexperten:

Der Boden ist der Magen der Pflanze!

-Unsere Grünland ist die beste und günstigste Rohprotein Quelle vor unser Haustür. Es sind in vielen Betrieben große Reserven möglich.

-Spuhrenelmente besitzen eine Schlüsselrolle in der Bodenfruchtbarkeit

-Für eine gezielte Bodenverbesserung ist es nötig die Verhältnisse unter den Bodennährstoffen zu kennen

-Gesunder Boden → gesunde Pflanze, gesunde Pflanze → gesundes Tier!

-So unterschiedlich wie die Böden sind, so unterschiedlich ist auch der Aufwand, welcher für einen nachhaltig gesunden Boden investiert werden muss.

-Um so leistungsfähiger das Grünland ist, umso leichter kommen wir durch die neue Düngeverordnung.

Seit 15 Jahren ist Andreas Krallinger für die Deutsche Saatveredelung in Schlewig-Holstein in der Grünland Beratung tätig. Hier der Kontakt zu Andreas Krallinger!

Hier kannst Du meine Ergebniss aus der ökölogischen Bodenbewertung vom Jahr 2013 anschauen. Daraufhin haben wir drei Jahre lang mehr Kali, Kalk, Kupfer und Molybdän gedüngt. Der Erfolg war im zweiten Jahr bereits deutlich zu spüren.

Ziel der ökölogischen Bodenuntersuchung ist es, die Vorraussetzungen zu schaffen um die 16 wichtigensten Pflanzen-Nährelmente ins Geleichwicht bringen zu können. Weiter Infos auf der Seite von Hans Unterfrauner!

Zum Buch: Der erfolgreiche Imker*

 

Ich hoffe dir hat diese Folge gefallen, falls dies der Fall war würde ich mich sehr Freuen wenn du am aktuellen Kuhverstand-Gewinnspiel teil nimmst! Sage mir welcher Bereich der Kuhverstand-Vision für Dich am interessantesten ist und gewinne ein Kuhverstand-Kappe!

Das Gewinnspiel Endet am 30.11.2017.

Die Gewinner werden per Email benachrichtigt.

Wie findest Du Kuhverstand, was kann ich besser machen?

Sende mir Dein Feedback, Deine Anregungen und Fragen einfach an: christian@kuhverstand.de

Ich beantworte jede Mail persönlich!

Vielen Dank und viel Spaß mit Deinen Kühen!

Dein Christian Völkner

013 Fütterung verbessern mit TMR Audit Diamond V, Bernd Broich im Interview

Links zur Folge:

Mehr zumTMR Audit unter:

www.diamondv.com

Bernd Broich nutzt folgende Tools für den TMR Audit:

  • Wildcamera* zur Prüfung der Futterverfügbarkeit
  • Schüttelbox von Enasco zur Prüfung der Mischgenauigkeit und des Selektions-Verhaltens
  • Wärmbildkamera* von Flir um warme Stellen an der Anschnittsfläche zu erkennen

 

 

Ziel ist es das eine homogene Ration gefressen wird und das die Kühe nicht selektieren können. Hier kann die Totale Mischration eine Lösung sein. Das Futter soll wie berechnet in der Kuh ankommen, dazu ist es erst einmal wichtig wissen, wie stark die Kühe selektieren und wie homogen die Mischung auf den Futtertisch kommt.

 

Ein sehr guter Kontakt für diese Problematik ist Bernd Broich von Diamond V:

Tel: +49.172.1028115

Email: bbroich@diamondv.com

 

Ich habe Ihm mal zwei Tage über die Schulter geschaut. Ich habe viel gelernt. Und sofort eine Wildkamera bestellt. Um die Futterverfügbarkeit zu kontrollieren.

Viel Spaß mit euren Kühen!

Christian Völkner

PS: Wann können die Kühe am leichtesten Selektieren? Wenn sie Löcher im Futterschwad vor sich haben. Auf dem Grund können sie wunderbar ihr Lieblingsfutter auflecken. Ein Amerikaner sagt jedes Loch im Futterschwad kostet dich 5$. Ich habe mit einem Berater aus Iden gesprochen. Er sagte mir, dass auf einem Betrieb nach dem Kauf eines Roboters zum Anschieben des Futters eine höhere Milchleistung von 1,5kg erreicht wurde. Und das bei gleicher hoher Futteraufnahme. Hier zeigt sich das Potenzial welches im Bereich Homogenität liegt.

012 1,5 kg mehr Milch aus demselben Futter und welche Folgen PH-Wert-Schwankungen im Pansen haben

In dieser Folge geht es um eine höhere Futtereffizenz und wie es dazu kommen kann. Ich gehe darauf ein, wie die Kuh Futter selektiert und was dagegen hilft.

Folgen von PH-Wert-Schwankungen:

  • Geringe Milchleistung

  • Geringer Appetit

  • Niedrige Milchfettgehalte, unter 3,6%

  • Vermehrte Klauenrehe und Sohlenblutungen

  • Schwache Brunstsymptome

Ursachen für PH-Wert-Schwankungen:

  1. Ungleichmäßige Futteraufnahme durch:

  • Überbelegung

  • Schmerzen beim Aufstehen aus der Box (Schmerzende Gelenke, zu niedriges Nackenrohr, geringer Kuh-Komfort)

  • Schlechte Futterverfügbarkeit (tritt oft Nachts auf, jede Stunde mit leerem Futtertisch wird mit 0,6 kg geringerer Milchleistung bezahlt)

  1. Rationsumstellung

  • Wechselnde Futtermittelfirmen

  • Einsatz von preis-optimiertem Kraftfutter (wechselnde Futterkomponenten)

  • Plötzliche Umstellung von Futterkomponenten (zum Beispiel: Gras- und Maissilage)

  1. keine homogene Futterration

  • Wechselndes Personal bzw. schlechte Absprache/Dokumentation

  • Fehlendes Know-how bei dem Fütterungspersonal über die positiven Auswirkungen gleichmäßiger Fütterung

  • Fehlendes Gefühl für die Auswirkungen verschiedener Wetterlagen (bei Schlagregen muss entsprechend mehr geladen werden)

  • Mischzeiten sollten festgelegt und eingehalten werden

  • Verschleißteile der Fütterungstechnik rechtzeitig austauschen

  • Ungleichmäßige TM-Gehalte im Silo

  1. Selektives Fressen der Kühe

  • Kühe Selektieren sobald sie das Futter auf dem Grund hin und her schieben können. Daher ist ein zuschieben der Löcher im Futterschwad sehr lukrativ (Faustzahl eines Amerikaners 5$ pro Loch)

  • Die Abruffütterung in Schrotstationen ist immer ein selektives Fressen. Hier gilt es zu prüfen, ob nur noch die Spitzen mit der Abruffütterung ausgefüttert werden können und gegebenenfalls dafür die Energiedichte in der Grundration erhöhen. Größere Betriebe können auch Fütterungsgruppen bilden

  • Fehlende Kontrolle des Fressverhaltens durch den Einsatz der Schüttelbox

Fehlen in meiner Auflistung noch wichtige Punkte? Welche praktischen Tipps hast Du für eine bessere Fütterung? Schreibe mir dazu gerne ein Kommentar unter diese Folge.