Episoden

016 Interview mit Prof. Marina von Keyserlingk, Teil 2

Kälber aus Pärchenhaltung sind die besseren Kühe!

Seit kurzem untersucht die University of British Columbia nach Risikofaktoren und Erfolgsfaktoren auf 16 verschieden Praxis-Betrieben. Es geht um Pärchenhaltung versus Einzelhaltung. In den Forschungen würde festgestellt, dass Kälber die in Pärchenhaltung aufgewachsen intelligenter sind. Sie lernen schneller, wachsen besser und haben weniger schnell Angst. Ein Betrieb mit Melkrobotern hat gemerkt das Jungtiere, welche als Kälber in Pärchen gehalten wurden, viel besser mit dem Melkroboter zurecht kommen.

Die zunehmende Transparents in der Landwirtschaft erfordert eine frühzeitige Forschung an brisanten Themen. Wir beleuchten in dem Interview, die Gesellschaftliche Diskusion zwischen Trennung von Kuh und Kalb. Der Technologische Fortschritt wird die Milchviehhaltung sicherlich stark verändern.

Des weiteren wird die Finanzierung von Forschung in Kanada angerissen.

Hier noch ein Fachartikel von der Universität Göttingen zur Trennung von Kuh und Kalb.

Offzielle Webseite der University of British Columbia.

Kontakt Prof. Marina von Keyserlingk.

 

 

Habt Ihr Fragen an Prof. Marina von Keyserlingk? Ich sammle diese Fragen gerne für ein weiteres Interview mit ihr.

 

Viel Spaß mit Euren Kühen!

Dein Christian Völkner

015 Interview mit Prof. Marina von Keyserlingk (University of British Columbia)

“They don’t like to live in an unpredictable world” ist eine Kernaussage von

Prof. Marina von Keyserlingk von der University of British Columbia

Nina Marina von Keyserlingk ist auf einer 250-300ha großen Ranch mit Mutterkuhhaltung in Kanada aufgewachsen, sie forscht, um das Tierwohl in der Milchviehhaltung zu verbessern. 60-70 Prozent der Studenten der University of British Columbia arbeiten in der Milchviehwirtschaft. Die Studenten lernen die tägliche Praxis in der Milchviehhaltung kennen, da sie vor Ort wohnen und sämtliche Stallarbeiten übernehmen. Der Milchviehstall ist mit viel Hightech ausgestattet, zum Beispiel mit Wiegentrögen und Videokameras. Es kommen viele Studenten der Tiermedizin aus der ganzen Welt für 6 Monate nach Kanada um an der Universität dazu zu lernen.

In diesem ersten Teil des Interviews stellt Nina die Arbeit der University of British Columbia vor.

Wir reden über die Bedeutung von Rangkämpfen in der Rinderhaltung.

Nina berichtet über ihre Erlebnisse und Erfahrungen mit Generations-Konflikten auf der elterlichen Ranch.

Wir sprechen einige Forschungsprojekte durch, deren Ziel es ist, Forschungsergebnisse zu erhalten, die den Kühen das Leben in dem modernen Laufstall leichter macht.

Kühe wollen sich während der Kalbung von der Herde absondern, dies gilt vor allem tagsüber.

In den 6-8 Stunden vor der Kalbung stehen Kühe 20 bis 25 Mal auf und legen sich wieder hin. Bei rutschigem Boden in Abkalbeboxen haben die Kühe Angst, sich so häufig hinzulegen und aufzustehen. Daher wurden verschiedene Böden getestet auf denen, jeweils 15 cm, Häckselstroh verteilt wurde. Dabei schnitt Gummiboden am schlechtesten ab. Beton lag in der Mitte. Und Sandboden wurde am häufigsten zum Kalben aufgesucht. Ich habe einen Leitfaden mit 10 Tipps für die Kalbung entwickelt.

Kühe wollen nicht in einer unvorhersehbaren Welt leben. Bei Kühen, die drei Wochen lang vor der Kalbung eine stressige Zeit haben, ist das Immunsystem nach der Kalbung deutlich schlechter. Mehr zu diesem interessanten Versuch findest du ab der 28 Minute.

 

Dies ist die offzielle Webseite der University of British Columbia.

Der direkte Draht zu Prof. Marina von Keyserlingk.

 

Wie fandet Ihr das Interview? Was können wir besser machen?

Viel Spaß mit Euren Kühen!

Dein Christian Völkner