Ältere Kühe zahlen sich nicht nur finanziell aus. Die Arbeit mit ihnen macht auch mehr Spaß.

064| Kälberaufzucht mit System 

064| Kälberaufzucht mit System

Jan Köhler ist der Gewinner vom Preis der Tiergesundheit. Heute steht er Rede und Antwort  im Kuhverstand-Interview.

Wer ist Jan Köhler von der Luchbergmilch?

Jan Köhler ist Betriebsleiter auf dem Betrieb Luchbergmilch in Sachsen.

Er führt ein 20-köpfiges Team. Als gelernter Pflanzenbauer hat er sich seit 2010 in die Milchproduktion eingearbeitet. Für ihn ist klar: Wir brauchen einfache standardisierte Arbeitsabläufe, die sowohl für die Tiere und ebenso für die Mitarbeiter passend sind.

Eines seiner Ziele ist es, das Lebensalter der 500-köpfigen Milchkuhherde zu steigern. Deshalb ist er Mitglied im Club der alten Kühe. In den monatlichen Club-Webinaren teilt er seine Erfahrungen, um sich und andere Mitglieder auf ein höheres Level zu heben. Jan Köhler und sein Team haben 2019 den 1. Preis der MSD Tiergesundheit im Bereich der Kälberhaltung gewonnen. 

Kälber sind die Kühe von morgen.

Wer bei den Kälbern halbherzig agiert, bekommt später von der ausgewachsenen Kuh auch nur eine halbherzige Leistungsbereitschaft zurück. Es gibt in der Kälberaufzucht keine universelle Lösung der Probleme. Es muss betriebsindivuell an einer besseren Kälberaufzucht gearbeitet werden, das kostet Zeit, Kraft und Geld. Der Lohn für die Mühen sind leistungsstärkere, robustere und sicherlich auch glücklichere Kühe.

Was ist wichtig für eine erfolgreiche Kälberaufzucht?

  • Gute Erstversorgung mit qualitativ hochwertiger Biestmilch in den ersten 4 Stunden nach der Geburt.
  • Keimarme Umgebung für das Kalb
  • Ausreichende Versorgung mit Nährstoffen und Wasser
  • Gutes Klima für das Kalb
  • Hof-Team, welches „Kälberverstand“ besitzt und dieses Wissen im Stall auch umsetzt.
  • Konstruktive Zusammenarbeit mit dem Tierarzt und externen Experten der Kälberhaltung
  • Standardisierte Abläufe können für die nötige Konstanz sorgen
  • Dokumentation von echten Messwerten kann für eine bessere Entscheidungsgrundlage und Bewertung von Maßnahmen genutzt werden.

Was ist eine Kolostbar?

Die Kolostbar stellt für Kalb und Mitarbeiter eine warme angenehme Umgebung, für die erste Versorgung vom Neugeborenen mit dem wertvollen Erstgemelk (Kolostrum), dar. Da die Erstversorgung einen gewissen Zeitbedarf benötigt, ist es sinnvoll den Mitarbeitern diese wichtige Aufgabe so einfach wie möglich zu machen. Jan Köhler geht mit seiner Kolostbar einen vorbildlichen Weg.

Und wie kommst Du nachhaltig auf ein höheres „Kuhlevel“?

Nutze die Kuhverstand-Plattform.

Der “Club der alten Kühe” ist die Plattform für Kuhmenschen und ein Garant gegen Deine Betriebsblindheit. Im Club arbeiten wir an Deiner betrieblichen und persönlichen Entwicklung. Endlich mal ein unkomplizierter Erfahrungsaustausch mit anderen „Kuhmenschen“!

Jetzt unverbindlich in den “Club der alten Kühe” reinschnuppern. Mehr auf: https://kuhverstand.de/schnupper-webinar/

Ich freu mich auf Dich.

 

Links zur Sendung:

 

Viel Spaß mit Deinen Kühen und genieße das Leben!

Dein Christian Völkner

063| Problem Nr.1 Keine Zeit

063| Problem Nr.1 Keine Zeit

Die meisten Landwirte arbeiten mit vollem Einsatz für ihre Tiere und Familien. Schnell wächst einem die Arbeit über den Kopf. Es wird dann immer schneller im Hamsterrad gearbeitet.

Es gibt viel Bücher zu dem dem Thema Zeitmanagement. Zahlreiche Seminare finden statt. Nicht alles ist hilfreich. Kuhverstand setzt auf die Weiterbildung auf Augenhöhe. 

Zeitmanagement im Club der alten Kühe

Im Club der alten Kühe wurde im Herbst 2019 das Thema Zeitmanagement intensiv diskutiert. Einige praktikable Methoden haben es in den Mitgliederbereich geschafft und stehen nun den Mitgliedern zur Verfügung. 

Es besteht die Möglichkeit in den Club der alten Kühe kennen zu lernen. Wie ich im Club arbeite mache ich im Schnupper-Webinar am Thema Hofteam deutlich. 

Schnupper-Webinar

 

Ich freu mich auf Dich.

 

Viel Spaß mit deinen Kühen und genieße das Leben!

Dein Christian Völkner

061| Was Landwirte über Webinare wissen sollten

061| Was Landwirte über Webinare wissen sollten

Webinare haben in der Landwirtschaft eine rosige Zukunft. Dies hat seine guten Gründe. In dieser Episode erfährst du, was Landwirte über Webinare Wissen sollten.

Definition Webinar

Webinar ist ein Kunstwort. Es stammt von World Wide Web. Und dem Wort Seminar. Es geht dabei um Interaktion von Menschen per Internet. 

Der Unterschiede liegt in den Kommunikationswegen:

  • Vom Sender zum Empfänger: Die ist bei Video oder Podcast der Fall.
  • Interaktives Senden und Empfangen: Dies ist bei Webinare oder Chats der Fall. Webinare leben von der Interaktion, diese Vernetzungsform wird in Zukunft immer mehr Bedeutung gewinnen. 

 

4 Kategorien für Webinare

Es gibt zahlreiche Begrifflichkeiten: E-Learning, Online-Meetings, Web-Konferenzen, Online-Mastermind, Online-Workshop und viel weitere. Die Übergänge sind dabei fließend. Es ist wie ein großes Spielfeld, welches keine klare Abgrenzung hat.

Wichtig zu Wissen: Die 4 nachfolgenden Kategorien haben ihre Berechtigung und sind weder besser oder schlechter als die anderen. Ärgerlich ist es, wenn schlecht kommuniziert wurde, um was es bei dem Webinar geht. Wenn man einen informativen Vortrag erwartet und 90% Werbung bekommt, sorgt das für Frust.

1. Starre Wissensvermittlung 

Hier ist das Thema stark eingegrenzt und der Inhalt sowie Vorgehen stehen vor Beginn fest. Gut ist, wenn Teilnehmer im Webinar selber Fragen stellen können, welche dann auch direkt beantwortet werden. Genannt wird diese Spielart oft Online-Workshop oder Online-Vortrag.

2. Gezielte und flexible Wissensvermittlung/ Problemlösung

Hier wird sehr individuell auf die Bedürfnisse des Teilnehmers eingegangen. Diese Art der Vernetzung kennt man von TeamViewer bei Software-Problemen oder bei der Fernwartung eines Melkroboters. Aber auch weichere Themen können in organisierten Selbsthilfegruppen (Masterminds) online stattfinden. Auch 1 zu 1 Coaching ist eine Form, welche sich online zunehmender Beliebtheit erfreut.

3. Marketing-Webinar

Es gibt viele Webinare, die auf den Verkauf ausgerichtet sind. Das ist nichts Verwerfliches, wenn es kommuniziert wird. Schließlich kann man über ein Webinar komplexe Dienstleistungen besser verstehen und wenn es gut gemacht ist auch direkt Fragen klären.

4. Unterhaltung und Soziales Leben

Soziales Leben und der private Austausch über Hobbys, kann auch online stattfinden. Das Skype-Meeting mit der Familie ist wohl der Klassiker. 

Und was ist eigentlich das Schnupper-Webinar?

Es teilt sich in zwei Teile auf:

  1. Starre Wissensvermittlung (ca. 70% vom Webinar): Im Schnupper-Webinar gebe ich quasi eine Arbeitsprobe. So zeige ich das Getriebe Milchproduktion und welche Rolle der Mensch dabei spielt. Außerdem gebe ich dir ein Tool an die Hand, mit dem du Konflikten im Team besser auf den Grund gehen kannst. Ich gebe dazu ein praktisches Beispiel aus meinem Leben.
  2. Marketing-Webinar Im hinteren Teil vom Webinar lasse ich dich in den Club der alten Kühe hinein schnuppern. So kannst du besser herausfinden, ob eine Mitgliedschaft mit Kuhverstand etwas für dich ist.

 

Die Vorteile von Webinaren liegen auf der Hand

Webinare kommen in der Landwirtschaft immer häufiger zum EinsatzZeitersparnis

  • Kostenersparnis
  • Hohe Flexibilität
  • Nah am Geschehen, da die Infos direkt am Bildschirm sind
  • Hohe Interaktions-Quote mit dem Referenten
  • Leichtere Zugang zu führenden Experten

Links zur Sendung:

 

Viel Spaß mit deinen Kühen und genieße das Leben!

Dein Christian Völkner

059| 4 Mythen über Coaching in der Landwirtschaft

059| 4 Mythen über Coaching in der Landwirtschaft

Kennst du Menschen, die dich total positiv überraschen haben? Man hätte ihnen solch eine Entwicklung niemals zugetraut. Oftmals ist Coaching, ein wichtiger Baustein in den Lebensgeschichten erfolgreicher Menschen.

Was ist eigentlich Coaching?

Coaching unterstützt Menschen in dem Erreichen ihrer Ziele. Oftmals ist das Ziel zunächst garnicht so klar. Klar ist nur, dass es eine Veränderung braucht. Der Coachee ist derjenige, der gecoacht wird. Der Coachee kennt sein Umfeld (sein System) am besten. 

Der Coach ist sich bewußt, dass der Coachee seinen eigenen Weg finden muss. Ein guter Coach gibt keinen glasklaren Weg vor. Aber er setzt den Rahmen für das Coaching, ermöglicht durch verschiedenste Methoden ungewohnte Sichtweisen auf das Thema und hilft beim Sortieren von wichtigen Dingen.

Damit meine ich nicht Belege für die Buchführung 🙂

So findet der Coachee seinen eigenen Weg zum Ziel.

 

1. Mythos: Coaching ist nur was für Menschen, die ihr Leben nicht im Griff haben!

Ich mache eine ganz andere Beobachtung. Viele sehr erfolgreiche Menschen haben sich punktuell einen Coach besorgt. Bei sehr erfolgreichen Sportlern ist ein guter Coach völlig normal. Wobei hier auch manchmal Trainer und Coach durcheinander gewürfelt wird. 

Ich selber wäre ohne Coaching nicht da, wo ich bin. Ein Coach sagte sogar mal zu mir: Sie kommen aber früh. Ich war in einer emotionalen Abwärtspirale und habe erste Anzeichen von Zynismus bei mir entdeckt. Also habe ich mich coachen lassen. Eine meiner besten Entscheidungen, davon profitiere ich noch heute. 

Wer sich coachen lässt, möchte etwas verändern oder einfach schneller an sein Ziel. Ich finde, wer sich Unterstützung holt, ist nicht schwach, sondert intelligent.

2. Mythos: Coaching ist teuer!

Der Nutzen von Coaching ist enorm. Und kann sehr unterschiedlich ausfallen. Bei dem einen werden Beziehungen wieder gesünder. Der nächste lernt seinem brachliegendem Hobby wieder die nötige Aufmerksamkeit zu schenken. Ein anderer ändert seinen Umgang mit Geld und arbeitet sich aus der Last der Schulden heraus. 

Steigende Lebensqualität ist oftmals ein wichtiger Nutzen, der sich aus Coaching ergebenen kann. Man kann nicht alles in Geld messen. Dennoch ist es unbestritten, dass schlechte Stimmung, Überlastung und vieles andere sich auch finanziell auswirkt.  

Wenn vorhandene Möglichkeiten wie Coaching nicht wahrgenommen werden, ist dies auch eine Entscheidung, die seine Folgen nach sich ziehen wird. Menschen sind auch für das verantwortlich, was sie nicht tun. Dies wird deutlich am Begriff der unterlassenen Hilfeleistung.

3. Mythos: Die meisten Menschen hatten noch nie etwas mit Coaching zu tun!

Ich denke, dass neben dem Zuhören das Stellen von guten Fragen eine der wichtigsten Kompetenzen im Coaching ist.

Gute Fragen stellen aber nicht nur Menschen mit einer Ausbildung zum systemischen Coach. Jeder mit normalem Menschenverstand kann gute Fragen stellen. Jeder hat schon mal gute Fragen gehört, die einen echt nach vorne gebracht haben. Daher ist meine persönliche Meinung, dass eigentlich jeder schon mal mit Coaching in Kontakt gekommen ist. Nur wurde es nicht so bezeichnet. 

4. Mythos: Wer gute Berater hat, braucht kein Coaching.

Ich unterscheide zwischen Fachberatung auf der einen Seite und Coaching auf der anderen Seite. Die Übergänge sind fließend. Gerade wenn ich als Coach auf Milchkuhbetrieben aktiv bin, muss ich sehr aufpassen, dass ich nicht meinen Fach-Senf dazu zugebe. Schließlich bin ich ja als Coach da.

Immer, wenn Fachliches nicht so umgesetzt wird, wie es eigentlich gewünscht ist, macht Coaching Sinn. Dann liegt es nicht an fehlenden Wissen, sondern an der großen Hürde, die Gewohnheiten, die früher einmal Sinn gemacht haben, zu ändern. 

Auch wenn das Ziel unklar ist oder viel schlechte Stimmung und Unlust herrscht, kann Coaching Sinn machen. Oder das Ziel ist zwar klar aber die nächsten konkreten Schritte müssen erst in die passende Reihenfolge gebracht werden.

 

Welcher Coach ist der Richtige?

Coaching ist kein geschützter Begriff. Jeder kann sich Coach nennen. Daher ist es wichtig, den Coach nach seiner Ausbildung und deren Umfang und Inhalten zu fragen.

Hilfreich ist es auch zu wissen, ob ein Coach spezialisiert ist. Falls das Thema klar ist, kann man so einen Fachberater und Coach in einer Person engagieren. Das macht Sinn, wenn man sein Coaching-Thema bereits genau vor Augen hat. So gibt es einige Coaches im Bereich Landwirtschaft, die auf das Thema Hofübergabe und Generationskonflikte spezialisiert sind, andere unterstützen bei Herausforderungen mit Mitarbeitern und andere beim Zeitmanagement.


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Du hast drei Möglichkeiten, an Coaching zu kommen:

1. Selber schlau machen 

Frage dazu Freunde, Berater oder google nach Personen, die Coaching anbieten.

Ich würde die Ausbildung und die Ausbildungs-Inhalte mit abfragen. Zudem finde ich es wichtig, dass einem der Coach irgendwie sympathisch erscheint. 

2. Lass dir einen Coach vermitteln.

Ich habe Kontakte zu vielen Coaching-Kollegen ich empfehle nur Coaching-Kollegen die ich persönlich kenne. Es kann sein, dass ich für die Vermittlung eine Provision erhalte.

3. Du kannst mich auch direkt nach Coaching fragen. Sende dazu einfach deine Anfrage über das Kontakt-Formular oder per E-Mail an: christian@kuhversand.de

Ich biete neben Vor-Ort-Coaching auch Online-Coaching an.


Viel Spaß mit deinen Kühen und genieße das Leben!

Dein Christian Völkner

PS: Hier ist mein Kontakt.

058| 1000kg mehr Milch durch das Messen der Trockenmasseaufnahme

1000kg mehr Milch durch das Messen der Trockenmasseaufnahme

Interviewgast Denise Völker ist Expertin für Rinderfütterung. Sie referiert regelmäßig im Club der alten Kühe. Ihre Beobachtung: Die meisten Kühe fressen zu wenig. Hier ist der größte Hebel in der Fütterung.

Fakten zu Denise Völker:

Was ist eine gute Futterration?

Dies lässt sich nicht pauschal beantworten.

Eine gute Kuhration sollte zum Betrieb passen und gerne gefressen werden. Viele Parameter werden durch den Standort und den Betrieb vorgegeben. Wichtig ist, dass sich die Kühe mit der Ration gesund füttern lassen.

Funktioniert die Kompakt-TMR?

Ja, Kompakt-TMR funktioniert. Aber sie passt oftmals nicht in den Betriebsablauf.

Was ist Denise Völker wichtig?

  • Angepasste Beratung an die jeweiligen Gegebenheiten
  • Hohe Grundfutterqualität
  • Bedarfsgerechte Rationen
  • Controlling, ob die Ration auch tatsächlich gefressen wird
  • Dass die Betriebe keine Angst vor Fütterung haben

Wieso bringt TM Messen mehr Milch?

Durch das Messen der Trockensubstanz kann man die Trockenmasseaufnahme berechnen. Das heißt, so kann die gerechnete und gefressene Ration abgeglichen werden. Oftmals fressen die Kühe zu wenig.

Ein wichtiger Teil in der Arbeit von Denise ist es, die Futteraufnahme der Kühe nach oben zu bekommen. Dieser Teil ist wichtiger als die letzen Gramm nXP auszurechnen.

Durch das Beschäftigen mit der TM-Aufnahme sind die Betriebsverantwortlichen schnell motiviert, an ihrer TM-Aufnahme zu arbeiten. Dies führt zu mehr Milch und gesünderen Kühen. 

Wodurch entstehen Schwankungen in den TS-Gehalten?

  • Witterung (Regen oder Sonne)
  • Unterschiede in der Entnahme vom Silostock
  • Unterschiedliche Zeiträume und Sorgfalt beim Silo aufdecken
  • Wie gleichmäßig ist der Silo übereinander in das Silo gefahren
  • Ausrichtung vom Futtersilo

Nicht nur Kühe lieben Langeweile, auch Pansenmikroben lieben Langeweile. 

Es ist wichtig immer, um die gleiche Uhrzeit, die gleichen Komponenten, in dem gleichen Verhältnis zu füttern. Auch feste Uhrzeiten für das Futterranschieben wirken sich positiv auf die Pansenmikroben aus. 

Das Ziel von Denise ist, dass die Betriebe eigenständig ihre Fütterung im Griff haben und gegebenenfalls selbstständig nachjustieren können.

„Ich werde nur besser, wenn ich besser werden muss.“

Früher dachte Denise, dass man erst besser werden sollte, bevor man wächst. Heute sieht sie es etwas anders. Denn Entwicklungssprünge entstehen oft dann, wenn man sich selber zur Entwicklung „zwingt“. 

So kann es sein, dass durch einen neuen Stall eine Entwicklung in der Fütterung, Milchleistungssteigerung, etc. unbedingt erforderlich ist, um den Kapitaldienst zu decken.

Es wird also eine Entwicklung mit höherer Wahrscheinlichkeit stattfinden. Dies bedeutet natürlich nicht, dass man sich kopflos ins Wachstum stürzen sollte!  Jeder braucht eine für sich selbst stimmige Entwicklungs-Strategie.


Mehr Kuhverstand gibt es Im Newsletter.

Viel Spaß mit deinen Kühen und genieße das Leben

Dein Christian Völkner

054| 5 Gründe für eine zu hohe Arbeitsbelastung in der Milchviehhaltung

054| 5 Gründe für eine zu hohe Arbeitsbelastung in der Milchviehhaltung

Work-Life-Balance, Burnout, Selbstausbeutung von Milchbauern durch eine zu hohe Arbeitsbelastung. Um diese Begriffe komme ich leider oftmals nicht mehr herum, wenn ich mir die hohe Arbeitsbelastung auf vielen Milchbetrieben anschaue. Christian Völkner gibt Tipps und teilt Erfahrungen, wie man gezielt seine eigene Entwicklung vorantreibt, um nicht mehr ein Getriebener der scheinbar übermächtigen Umstände zu sein. Wichtig ist eine sinnvolle Trennung von beruflich und privat. 

1. Eine hohe Leidenschaft

Die ist eigentlich ein positiver Punkt. Eine hohe Leidenschaft führt zu ungewöhnlichen Leistungen. Sie führt dazu, dass Mut aufgebracht wird, weil man das liebt, was man tut. Das Problem ist hier nicht die Leidenschaft an sich sondern die Verteilung. Ungesund ist es, wenn man sich schwerpunktmäßig auf eine Leidenschaft stürzt und andere Lebensbereiche, wie Partnerschaft, Freundschaft, Sport oder Hobbys zu kurz kommen.

2. Mangelndes Vertrauen in Mitarbeiter

Mitarbeiter können einerseits für Entlastung sorgen, anderseits kommen durch Mitarbeiter logischerweise organisatorische und zwischenmenschliche Herausforderungen auf deinen Betrieb. Es ist oft zu beobachten, dass trotz der Einbindung von Mitarbeitern diese nur relativ einfache Dinge ausführen. Besser ist es wenn der Unternehmer ein Umfeld schafft, in dem der Mitarbeiter fachlich und persönlich wachsen kann. Dafür benötigt es Vertrauen und eine gute Kommunikation. Mehr zur Kommunikation in der Landwirtschaft findest du hier.

3. Geld sparen wollen

Die Lohnkosten sind in den Köpfen vieler Arbeitgeber sehr präsent. Man stellt jemanden ein und zack hat man höhere Ausgaben. Und oftmals muss man die Person auch noch anleiten, bis sie die Handgriffe beherrscht. Wenn dann noch das eine oder andere Missgeschick dazu kommt ist der Frust über die neue Arbeitskraft groß. Dann kann man es doch lieber gleich wieder selber machen. An dieser Stelle empfehle ich einen anderen Blickwinkel. Ein Mitarbeiter ist die große Chance für Unternehmer, einen Prozess des Wachstums in Gang zu setzten. Der Unternehmer darf lernen ein Team zu führen. Ein gutes Team ist wichtiger als die Farbe des Traktors. Ein gutes Team bringt mehr Geld, als es kostet und es macht deine Milchviehhaltung besser als sie vorher ohne das Team war. 

4. Nichts mit seiner Zeit anfangen können

Wir stecken in Gewohnheiten, wie der Fisch im Wasser. Es ist einfach, sich der Arbeit auf dem Betrieb zu widmen und wie gewohnt von morgens bis abends aktiv zu sein. Viel Arbeit ist prinzipiell ja nichts schlechtes. Doch wenn der Grund mangelnde Alternativen sind, dann ist Vorsicht geboten. Spätestens wenn man Altenteiler wird oder der Körper nicht mehr so kann, wie man möchte. Dann kommt die Quittung in Form von schlechter Stimmung oder Depression. Besser schon in jungen Jahren vielseitig aktiv sein, um freie Zeiten kämpfen. Und diese auch genießen. 

5. Die Flucht vor sich selbst

Die Unzufriedenheit mit seinem eignen Leben ist äusserst unangenehm. Es ist schmerzhaft, eignes Versagen oder unangemessenes Verhalten einzugestehen. Wenn man wirklich zur Ruhe kommt, kommen die eigenen Lebensthemen nach oben. Und das kann auch mal ganz schön ernüchternd sein. Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass es ein einfacher Weg, ist sich in die Arbeit zu stürzen, um sich abzulenken. Nur leider ist das keine Lösung. Wegschauen bringt nichts.


4 Tipps, um Grenzen zwischen Beruf und Privatleben zu ziehen.

Sicherlich gibt es noch viele weitere Möglichkeiten, sinnvolle Grenzen zu ziehen. Nicht alles funktioniert bei jedem. Hier macht es Sinn nach dem „Vorwärtsscheitern-Prinzip“ einfach mal Dinge zu versuchen. Teile deine Tipps und Erfahrungen gerne durch einen Kommentar.

1. Regeln setzen

Setze dir Ziele. Was könnten sinnvolle Regeln sein, die du für dich umsetzen kannst. Unterstützer für deine Ziele kannst du gerne mit einbinden. Überlege, was andere davon haben, wenn du mit deinen Zielen weiterkommst. Oftmals lassen sich WIN/WIN Situationen herstellen.

2. Feierabendkultur 

Es ist gut, auch mal abschalten zu können. 

Was hilft dir dabei?

3. Nutze Rituale

Sei kreativ und erfinde neue Rituale. Diese helfen dir dabei diszipliniert zu sein, ausserdem können sie auch echt Spaß machen. Viele Sportmannschaften oder auch einzelne Leistungssportler haben ihre ganz eigenen Rituale, um so mehr zu erreichen.

4. Führe ein Entwicklungstagebuch

Aufschreiben ist und bleibt der Profi-Tipp. Schreiben zwingt zum Ausformulieren. Das macht dir deine Ziele bewußter. Du kannst in so einem Tagebuch deine Erfolge festhalten, Zwischenziele definieren, festhalten, wofür du dankbar bist und vor allem später einmal nachlesen, was alles schon passiert ist. Probiere es doch einfach mal aus. 

 

Viel Spaß mit deinen Kühen und genieße das Leben!

Dein Christian Völkner


Links zur Sendung: 

KVP050| So nutzt die Luchbergmilch digitale Chancen

Die Digitalisierung in der Landwirtschaft schreitet unaufhaltsam voran

Welche Chancen entstehen durch die Digitalisierung für die Landwirtschaft?

Nicht nur GPS, vernetzte Melkstände, Melkroboter und dauerüberwachte Ställe und Kühe bieten Verbesserungen in der Landwirtschaft. Auch die Möglichkeiten der Vernetzung mit Gleichgesinnten in den verschieden Bereichen der Landwirtschaft sind enorm.

Die Luchbergmilch nutz digitale Chancen in der Landwirtschaft

Jan Köhler ist seit 2010 bei der Luchbergmilch im südlichen Sachsen tätig. Seit 2013 dort im Vorstand. Er leitet als gelernter Pflanzenbauer die Milch- und Pflanzenproduktion. 

Einige Anregungen von Kuhverstand hat der engagierte Betriebsleiter für seine Kälberaufzucht und die Ketose-Prävention umgesetzt. 

Zudem hat er sich mit neuer Kommunikations-Technik (Webinar) auseinander gesetzt und ist auch Mitglied im Club der alten Kühe.

 

Die Links zur Sendung:

 

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Dein Christian Völkner

PS: Hier klicken und eintragen, um beim nächsten kostenlosen Kuhverstand-Webinar dabei zu sein.

KVP047| Was ist der Club der alten Kühe

4 Gründe warum alte Kühe Sinn machen:

  1. Wirtschaftlichkeit
  • Die Aufzuchtkosten verteilen sich auf mehr kg Milch
  • Der Kostenblock für Jungtieraufzucht, Jungviehfutter oder Jungviehzukauf sinkt anteilig
  • Kühe haben in den ersten beiden Laktationen die niedrigste Milchleistung
  1. Persönliche Neigung
  • Ich finde, es macht mehr Spaß, mit alten Kühen zusammenzuarbeiten. Man kennt sie länger. Sie haben Charakter und sind oftmals gelassener als jüngere Tiere.
  1. Mehr Ruhe und weniger Stress für Tier und Mensch
  • weniger Färsenkalbungen
  • weniger nervöse Jungkühe im Stall und im Melkstand
  1. Verbraucherwunsch wird entsprochen
  • viele Verbraucher wünschen sich, dass Rinder möglichst alt werden und dabei ein gutes Leben haben.

Warum eine Club-Mitgliedschaft dich bei diesem Ziel unterstützen kann!

  • Es ist ein langer Weg, das Lebensalter deiner Kühe zu steigern
  • Ein Club motiviert dich am Ball zu bleiben
  • Es macht Spaß, sich mit Gleichgesinnten auszutauschen
  • Ein Club ermöglicht ein Lernen auf Augenhöhe
  • Ideen von Mitgliedern können im Club umgesetzt werden

 

Prinzipen im Club der alten Kühe:

  • Der Fokus im Club: Die Mitglieder auf dem Weg zu mehr älteren Kühe unterstützen.
  • Keep it simple: Entweder es geht einfach oder es geht einfach nicht.
  • Digital spart Zeit und Geld: Fahrzeiten entfallen und Experten können stundenweise hinzugezogen werden, ohne dass dafür ein ganzer Tag eingeplant werden muss.

Die Themen im Club der alten Kühe wechseln.

Melde dich hier beim kostenlosen Schnupper-Webinar an, um mehr über die aktuellen Themen im Club zu erfahren.

Hier klicken und kostenlos beim Webinar dabei sein!


 

Robert Wespel (160 Kühe) über den Club der alten Kühe:

Gut finde Ich die Diskussion untereinander mit den Clubmitgliedern, den Erfahrungsaustausch und das vor allem im ganzen deutschsprachigen Raum, das ist etwas, dass es so wohl nicht nochmals gibt und gibt so dem Club der Alten Kühe schon ein Alleinstellungsmerkmal. Ebenso die unterschiedlichen Betriebsstrukturen die Du da im Club zusammen bringst ist schon super spannend.

Ebenso find ich es gut dass es die Möglichkeit gibt ein verpasstes Webinar später nochmals einzuschauen.

Die Kosten sind im Verhältnis zu dem was es bringt absolut berechtig. Hatte vor den Beginn des Clubs nur Vorfreude

Ich versuch die Themen und die Anregungen die ich im Webinar mitnehme auch umzusetzten ( das was zu mir passt ) Zum Beispiel TS aufnahme ständig überprüfen, Ziele setzen und überprüfen, oder aktuelle die Zeiteinteilung im täglichen Arbeitsalltag.


Jan Köhler (500 Kühe) über den Club der alten Kühe:

„Der Club hat sich für mich zu einer Informations- und Austauschplattform entwickelt”

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Ich bin Mitglied im Club der alten Kühe, weil diese Art der Weiterbildung für mich sehr interessant ist. Der Club hat sich für mich zu einer Informations- und Austauschplattform entwickelt, auf welcher ich meine Fragen direkt stellen kann und alle gemeinsam versuchen diese Fragen zu beantworten.

Wenn ich die landwirtschaftliche Fachpresse lese, komme ich immer an den Punkt, wo ich gern mehr hinterfragen und Erfahrungsberichte sammeln möchte. Dies ist aber bei Fachartikeln immer mit Aufwand verbunden. Im Club habe ich die Möglichkeit sofort mit Gleichgesinnten die Fragen zu diskutieren. Dies ist ein großer Vorteil.

Vor dem Kauf der Mitgliedschaft hatte ich schon Bedenken, ob mich dieses Medium wirklich weiter bringt. Aber nach anfänglichen Startschwierigkeiten hat Christian sich nochmal mit seiner Rolle und dem Ziel des Clubs auseinander gesetzt und nun denke ich, dass er den roten Faden gefunden hat.

Den Mut von Christian diesen Club zu gründen und einfach los zu legen finde ich sehr gut. Ich denke mit seinen Ideen und unseren Feedbacks entwickelt sich der Club immer weiter  und bietet vielen Kuhmenschen eine digitale, kurzweilige Informationsbasis.


 

 

4 Bausteine im Club der alten Kühe:

1.Input

12 Webinare pro Jahr geben dir wertvolle Impulse und immer wieder neue Motivation auf deinem Weg zu älteren Kühen! Webinare, das sind Online-Seminare, Online-Workshops, Online-Vorträge. Dies ist das Hauptmedium im Club der alten Kühe!

 

  • Fahrzeiten entfallen
  • Fahrtkosten entfallen
  • Hohe Flexibilität: Man kann notfalls auch rausgehen und Geburtshilfe leisten
  • Hohe Interaktionsbereitschaft der Teilnehmer. Da man in den eigenen vier Wänden ist, sinkt die Hemmschwelle, sich mit einzubringen.
  • Nachfragen, Meinungsbilder etc. sind während des Webinars jederzeit möglich

 

2.Eine Datenbank voller Kniffe

Die Kuhverstand-Kniffe unterstützen dich bei konkreten Herausforderungen.

Kuhverstand Kniffe machen dir das Leben leichter und du erreichst deine Ziele schneller.

 

3.Suchzeiten reduzieren

Der Kuhverstand-Koffer zeigt dir bewährte Produkte und Dienstleistungen. So kannst du dein System Milchproduktion schneller verändern und an deine Ziele anzupassen.

 

4.Persönliche Treffen

Zweimal jährlich gibt es an wechselnden Orten Club-Treffen. Persönliche Gespräche  mit Gleichgesinnten motivieren, bestätigen, geben dir praktische Impulse und machen einfach Spaß.

 

 


Melde dich jetzt für ein kostenloses Kuhverstand-Webinar an und finde heraus, ob dieses Medium etwas für dich ist.

Was ist ein Webinar?


Viel Spaß mit Deinen Kühen und genieße das Leben!

Dein Christian Völkner