Erfolg beginnt im Kopf! Eine andere Denkweise führt zu anderen Ergebnissen.

064| Kälberaufzucht mit System 

064| Kälberaufzucht mit System

Jan Köhler ist der Gewinner vom Preis der Tiergesundheit. Heute steht er Rede und Antwort  im Kuhverstand-Interview.

Wer ist Jan Köhler von der Luchbergmilch?

Jan Köhler ist Betriebsleiter auf dem Betrieb Luchbergmilch in Sachsen.

Er führt ein 20-köpfiges Team. Als gelernter Pflanzenbauer hat er sich seit 2010 in die Milchproduktion eingearbeitet. Für ihn ist klar: Wir brauchen einfache standardisierte Arbeitsabläufe, die sowohl für die Tiere und ebenso für die Mitarbeiter passend sind.

Eines seiner Ziele ist es, das Lebensalter der 500-köpfigen Milchkuhherde zu steigern. Deshalb ist er Mitglied im Club der alten Kühe. In den monatlichen Club-Webinaren teilt er seine Erfahrungen, um sich und andere Mitglieder auf ein höheres Level zu heben. Jan Köhler und sein Team haben 2019 den 1. Preis der MSD Tiergesundheit im Bereich der Kälberhaltung gewonnen. 

Kälber sind die Kühe von morgen.

Wer bei den Kälbern halbherzig agiert, bekommt später von der ausgewachsenen Kuh auch nur eine halbherzige Leistungsbereitschaft zurück. Es gibt in der Kälberaufzucht keine universelle Lösung der Probleme. Es muss betriebsindivuell an einer besseren Kälberaufzucht gearbeitet werden, das kostet Zeit, Kraft und Geld. Der Lohn für die Mühen sind leistungsstärkere, robustere und sicherlich auch glücklichere Kühe.

Was ist wichtig für eine erfolgreiche Kälberaufzucht?

  • Gute Erstversorgung mit qualitativ hochwertiger Biestmilch in den ersten 4 Stunden nach der Geburt.
  • Keimarme Umgebung für das Kalb
  • Ausreichende Versorgung mit Nährstoffen und Wasser
  • Gutes Klima für das Kalb
  • Hof-Team, welches „Kälberverstand“ besitzt und dieses Wissen im Stall auch umsetzt.
  • Konstruktive Zusammenarbeit mit dem Tierarzt und externen Experten der Kälberhaltung
  • Standardisierte Abläufe können für die nötige Konstanz sorgen
  • Dokumentation von echten Messwerten kann für eine bessere Entscheidungsgrundlage und Bewertung von Maßnahmen genutzt werden.

Was ist eine Kolostbar?

Die Kolostbar stellt für Kalb und Mitarbeiter eine warme angenehme Umgebung, für die erste Versorgung vom Neugeborenen mit dem wertvollen Erstgemelk (Kolostrum), dar. Da die Erstversorgung einen gewissen Zeitbedarf benötigt, ist es sinnvoll den Mitarbeitern diese wichtige Aufgabe so einfach wie möglich zu machen. Jan Köhler geht mit seiner Kolostbar einen vorbildlichen Weg.

Und wie kommst Du nachhaltig auf ein höheres „Kuhlevel“?

Nutze die Kuhverstand-Plattform.

Der “Club der alten Kühe” ist die Plattform für Kuhmenschen und ein Garant gegen Deine Betriebsblindheit. Im Club arbeiten wir an Deiner betrieblichen und persönlichen Entwicklung. Endlich mal ein unkomplizierter Erfahrungsaustausch mit anderen „Kuhmenschen“!

Jetzt unverbindlich in den “Club der alten Kühe” reinschnuppern. Mehr auf: https://kuhverstand.de/schnupper-webinar/

Ich freu mich auf Dich.

 

Links zur Sendung:

 

Viel Spaß mit Deinen Kühen und genieße das Leben!

Dein Christian Völkner

063| Problem Nr.1 Keine Zeit

063| Problem Nr.1 Keine Zeit

Die meisten Landwirte arbeiten mit vollem Einsatz für ihre Tiere und Familien. Schnell wächst einem die Arbeit über den Kopf. Es wird dann immer schneller im Hamsterrad gearbeitet.

Es gibt viel Bücher zu dem dem Thema Zeitmanagement. Zahlreiche Seminare finden statt. Nicht alles ist hilfreich. Kuhverstand setzt auf die Weiterbildung auf Augenhöhe. 

Zeitmanagement im Club der alten Kühe

Im Club der alten Kühe wurde im Herbst 2019 das Thema Zeitmanagement intensiv diskutiert. Einige praktikable Methoden haben es in den Mitgliederbereich geschafft und stehen nun den Mitgliedern zur Verfügung. 

Es besteht die Möglichkeit in den Club der alten Kühe kennen zu lernen. Wie ich im Club arbeite mache ich im Schnupper-Webinar am Thema Hofteam deutlich. 

Schnupper-Webinar

 

Ich freu mich auf Dich.

 

Viel Spaß mit deinen Kühen und genieße das Leben!

Dein Christian Völkner

062| Reden ist Silber, Schweigen ist Brennstoff | Rolf Brauch im Interview

062| Reden ist Silber, Schweigen ist Brennstoff | Rolf Brauch im Interview

Mit seinem Vortrag „Turbolader im Betrieb und Kolbenfresser in der Familie“ hat Rolf Brauch großes Aufmerksamkeit erlangt.

Rolf Brauch beschäftigt sich intensiv mit den wirtschaftlichen und familiären Herausforderungen auf landwirtschaftlichen Familienbetrieben.  Er ist Mit-Autor von einem Buch, welches die Besonderheiten des landwirtschaftlichen Familienbetriebes herausstellt und sehr wertvolle Impulse gibt. Durch die Familienberatung der Kirche (Dienst auf dem Lande) kann Rolf Brauch seine Kompetenzen im Bereich Seelsorge und Ökonomie einbringen und so Menschen begleiten.

Der Humus von ökonomischem Erfolg ist gelungene Beziehungen.

Der Mensch mit all seinen Bedürfnissen, Stärken und Talenten sollte im Mittelpunkt der Beratung und der Entwicklung stehen. So ist es wichtig, dass jedes Familienmitglied selber Verantwortung für sein Leben übernimmt und für sich klärt, was möchte ich mit meinem Leben anfangen, was ist mir wichtig. Rolf Brauch nutzt bewußt das Bild vom Humus für gelungene Beziehungen. Denn auf Humus kann viel Gutes wachsen. Humus bringt Frucht und sorgt in schwierigen Zeiten für eine gute Entwicklung. Und wer scheitert, fällt auch lieber in den Humus als auf eine Betonplatte. 

Kommunikationsfähigkeit ist die Kern-Kompetenz von landwirtschaftlichen Unternehmern.

Nur wer seine eigenen Ziele kennt und diese auch kommunizieren kann, wird seinen Betrieb in die für ihn selbst passende Richtung weiterentwickeln können. 

Es gibt Phasen in der Entwicklung, zu einer Unternehmerpersönlichkeit.

Insbesondere in der Zeit bis zu einem Alter von 30 Jahren sind Erfahrungen ausserhalb des eigenen Betriebes, möglichst in einer anderen Kultur oder sogar in einer anderen Branche, sehr wertvoll. Dies unterstützt die eigene Entwicklung sehr und kommt in der Regel dem familiären Betrieb zu Gute. Die ältere Generation hat die Aufgabe, dem künftigen Nachfolger eine persönliche Entwicklung durch Erfahrungen ausserhalb des Betriebes zu ermöglichen. Dies ist gerade bei hohem Fremdkapital-Anteil oftmals eine großer Herausforderung.


Werbung:

Ich kann das Buch “Der landwirtschaftliche Familienbetrieb” von Rolf Brauch sehr empfehlen.**

** = Dies ist ein Affiliatelink, welcher auf externe gewerbliche Webseiten verweist. Dort nehme ich an einem sogenannten Partnerprogramm teil. Falls Du über so einen Link kaufst, erhöht sich für Dich nicht der Kaufpreis, allerdings bekomme ich so vom Anbieter eine Werbekostenerstattung.


Viel Spaß mit Deinen Kühen und genieße das Leben!

Dein Christian Völkner

 

PS: Möchtest Du Erfahrungsaustausch mit anderen Kuhverstand-Hörern? Dann ist der “Club der alten Kühe” genau das richtige für Dich.

061| Was Landwirte über Webinare wissen sollten

061| Was Landwirte über Webinare wissen sollten

Webinare haben in der Landwirtschaft eine rosige Zukunft. Dies hat seine guten Gründe. In dieser Episode erfährst du, was Landwirte über Webinare Wissen sollten.

Definition Webinar

Webinar ist ein Kunstwort. Es stammt von World Wide Web. Und dem Wort Seminar. Es geht dabei um Interaktion von Menschen per Internet. 

Der Unterschiede liegt in den Kommunikationswegen:

  • Vom Sender zum Empfänger: Die ist bei Video oder Podcast der Fall.
  • Interaktives Senden und Empfangen: Dies ist bei Webinare oder Chats der Fall. Webinare leben von der Interaktion, diese Vernetzungsform wird in Zukunft immer mehr Bedeutung gewinnen. 

 

4 Kategorien für Webinare

Es gibt zahlreiche Begrifflichkeiten: E-Learning, Online-Meetings, Web-Konferenzen, Online-Mastermind, Online-Workshop und viel weitere. Die Übergänge sind dabei fließend. Es ist wie ein großes Spielfeld, welches keine klare Abgrenzung hat.

Wichtig zu Wissen: Die 4 nachfolgenden Kategorien haben ihre Berechtigung und sind weder besser oder schlechter als die anderen. Ärgerlich ist es, wenn schlecht kommuniziert wurde, um was es bei dem Webinar geht. Wenn man einen informativen Vortrag erwartet und 90% Werbung bekommt, sorgt das für Frust.

1. Starre Wissensvermittlung 

Hier ist das Thema stark eingegrenzt und der Inhalt sowie Vorgehen stehen vor Beginn fest. Gut ist, wenn Teilnehmer im Webinar selber Fragen stellen können, welche dann auch direkt beantwortet werden. Genannt wird diese Spielart oft Online-Workshop oder Online-Vortrag.

2. Gezielte und flexible Wissensvermittlung/ Problemlösung

Hier wird sehr individuell auf die Bedürfnisse des Teilnehmers eingegangen. Diese Art der Vernetzung kennt man von TeamViewer bei Software-Problemen oder bei der Fernwartung eines Melkroboters. Aber auch weichere Themen können in organisierten Selbsthilfegruppen (Masterminds) online stattfinden. Auch 1 zu 1 Coaching ist eine Form, welche sich online zunehmender Beliebtheit erfreut.

3. Marketing-Webinar

Es gibt viele Webinare, die auf den Verkauf ausgerichtet sind. Das ist nichts Verwerfliches, wenn es kommuniziert wird. Schließlich kann man über ein Webinar komplexe Dienstleistungen besser verstehen und wenn es gut gemacht ist auch direkt Fragen klären.

4. Unterhaltung und Soziales Leben

Soziales Leben und der private Austausch über Hobbys, kann auch online stattfinden. Das Skype-Meeting mit der Familie ist wohl der Klassiker. 

Und was ist eigentlich das Schnupper-Webinar?

Es teilt sich in zwei Teile auf:

  1. Starre Wissensvermittlung (ca. 70% vom Webinar): Im Schnupper-Webinar gebe ich quasi eine Arbeitsprobe. So zeige ich das Getriebe Milchproduktion und welche Rolle der Mensch dabei spielt. Außerdem gebe ich dir ein Tool an die Hand, mit dem du Konflikten im Team besser auf den Grund gehen kannst. Ich gebe dazu ein praktisches Beispiel aus meinem Leben.
  2. Marketing-Webinar Im hinteren Teil vom Webinar lasse ich dich in den Club der alten Kühe hinein schnuppern. So kannst du besser herausfinden, ob eine Mitgliedschaft mit Kuhverstand etwas für dich ist.

 

Die Vorteile von Webinaren liegen auf der Hand

Webinare kommen in der Landwirtschaft immer häufiger zum EinsatzZeitersparnis

  • Kostenersparnis
  • Hohe Flexibilität
  • Nah am Geschehen, da die Infos direkt am Bildschirm sind
  • Hohe Interaktions-Quote mit dem Referenten
  • Leichtere Zugang zu führenden Experten

Links zur Sendung:

 

Viel Spaß mit deinen Kühen und genieße das Leben!

Dein Christian Völkner

060| Hörergespräch: Podcast für die eigene Weiterbildung nutzen

Nutze Podcast für die eigene Weiterbildung

Gusti Spötzl ist Milchkuhhalter und ein treuer Hörer vom Kuhverstand-Podcast.

Podcast lässt sich gut nebenbei und Offline mit dem Smartphone hören. Wie das kostenlos möglich ist, erfährst du hier.Wie das kostenlos möglich ist, erfährst du hier.

Hier geht es zur Anleitung, wie du Kuhverstand unterwegs hören kannst.

Wir sprechen über Podcast in der Landwirtschaft. So war diese Kuhverstand-Folge für Gusti der entscheidende Auslöser um Pärchenhaltung in der Kälberaufzucht umzusetzen.

Kooperationen nutzen

Wir sprechen über Kooperation. Und wie sie funktionieren können. Wichtig ist, sich den eigenen Vorteil vor Augen zu führen. Zudem sollte man nicht mit Menschen kooperieren, die sich schnell übervorteilt fühlen.

Hast du deine Cocktail schon gefunden?

Gusti empfiehlt, die persönliche Organisation wie einen Cocktail zu betrachten. Verschiedene Zutaten rein und dann probieren, ob es einem schmeckt. Falls es einem nicht schmeckt, gilt es die Zutaten zu ändern und wieder neu zu probieren.

Es gibt viele digitale Werkzeuge für die Selbstorganisation. So nutzt Gusti TodoIst und Evernote für seine Aufgabenplanung und Ideensammlung. Digital hat Vorteile ist aber nicht zwingend nötig, auch analoge Organisation kann Sinn machen.

Weitere Interessante Podcasts:

 

Des Weiteren sprechen wir über Liegeboxen.

 

Viel Spaß mit deinen Kühen und genieße das Leben

Dein Christian Völkner

 

PS: Hier geht es zur Anleitung um Podcast unterwegs zu hören!

059| 4 Mythen über Coaching in der Landwirtschaft

059| 4 Mythen über Coaching in der Landwirtschaft

Kennst du Menschen, die dich total positiv überraschen haben? Man hätte ihnen solch eine Entwicklung niemals zugetraut. Oftmals ist Coaching, ein wichtiger Baustein in den Lebensgeschichten erfolgreicher Menschen.

Was ist eigentlich Coaching?

Coaching unterstützt Menschen in dem Erreichen ihrer Ziele. Oftmals ist das Ziel zunächst garnicht so klar. Klar ist nur, dass es eine Veränderung braucht. Der Coachee ist derjenige, der gecoacht wird. Der Coachee kennt sein Umfeld (sein System) am besten. 

Der Coach ist sich bewußt, dass der Coachee seinen eigenen Weg finden muss. Ein guter Coach gibt keinen glasklaren Weg vor. Aber er setzt den Rahmen für das Coaching, ermöglicht durch verschiedenste Methoden ungewohnte Sichtweisen auf das Thema und hilft beim Sortieren von wichtigen Dingen.

Damit meine ich nicht Belege für die Buchführung 🙂

So findet der Coachee seinen eigenen Weg zum Ziel.

 

1. Mythos: Coaching ist nur was für Menschen, die ihr Leben nicht im Griff haben!

Ich mache eine ganz andere Beobachtung. Viele sehr erfolgreiche Menschen haben sich punktuell einen Coach besorgt. Bei sehr erfolgreichen Sportlern ist ein guter Coach völlig normal. Wobei hier auch manchmal Trainer und Coach durcheinander gewürfelt wird. 

Ich selber wäre ohne Coaching nicht da, wo ich bin. Ein Coach sagte sogar mal zu mir: Sie kommen aber früh. Ich war in einer emotionalen Abwärtspirale und habe erste Anzeichen von Zynismus bei mir entdeckt. Also habe ich mich coachen lassen. Eine meiner besten Entscheidungen, davon profitiere ich noch heute. 

Wer sich coachen lässt, möchte etwas verändern oder einfach schneller an sein Ziel. Ich finde, wer sich Unterstützung holt, ist nicht schwach, sondert intelligent.

2. Mythos: Coaching ist teuer!

Der Nutzen von Coaching ist enorm. Und kann sehr unterschiedlich ausfallen. Bei dem einen werden Beziehungen wieder gesünder. Der nächste lernt seinem brachliegendem Hobby wieder die nötige Aufmerksamkeit zu schenken. Ein anderer ändert seinen Umgang mit Geld und arbeitet sich aus der Last der Schulden heraus. 

Steigende Lebensqualität ist oftmals ein wichtiger Nutzen, der sich aus Coaching ergebenen kann. Man kann nicht alles in Geld messen. Dennoch ist es unbestritten, dass schlechte Stimmung, Überlastung und vieles andere sich auch finanziell auswirkt.  

Wenn vorhandene Möglichkeiten wie Coaching nicht wahrgenommen werden, ist dies auch eine Entscheidung, die seine Folgen nach sich ziehen wird. Menschen sind auch für das verantwortlich, was sie nicht tun. Dies wird deutlich am Begriff der unterlassenen Hilfeleistung.

3. Mythos: Die meisten Menschen hatten noch nie etwas mit Coaching zu tun!

Ich denke, dass neben dem Zuhören das Stellen von guten Fragen eine der wichtigsten Kompetenzen im Coaching ist.

Gute Fragen stellen aber nicht nur Menschen mit einer Ausbildung zum systemischen Coach. Jeder mit normalem Menschenverstand kann gute Fragen stellen. Jeder hat schon mal gute Fragen gehört, die einen echt nach vorne gebracht haben. Daher ist meine persönliche Meinung, dass eigentlich jeder schon mal mit Coaching in Kontakt gekommen ist. Nur wurde es nicht so bezeichnet. 

4. Mythos: Wer gute Berater hat, braucht kein Coaching.

Ich unterscheide zwischen Fachberatung auf der einen Seite und Coaching auf der anderen Seite. Die Übergänge sind fließend. Gerade wenn ich als Coach auf Milchkuhbetrieben aktiv bin, muss ich sehr aufpassen, dass ich nicht meinen Fach-Senf dazu zugebe. Schließlich bin ich ja als Coach da.

Immer, wenn Fachliches nicht so umgesetzt wird, wie es eigentlich gewünscht ist, macht Coaching Sinn. Dann liegt es nicht an fehlenden Wissen, sondern an der großen Hürde, die Gewohnheiten, die früher einmal Sinn gemacht haben, zu ändern. 

Auch wenn das Ziel unklar ist oder viel schlechte Stimmung und Unlust herrscht, kann Coaching Sinn machen. Oder das Ziel ist zwar klar aber die nächsten konkreten Schritte müssen erst in die passende Reihenfolge gebracht werden.

 

Welcher Coach ist der Richtige?

Coaching ist kein geschützter Begriff. Jeder kann sich Coach nennen. Daher ist es wichtig, den Coach nach seiner Ausbildung und deren Umfang und Inhalten zu fragen.

Hilfreich ist es auch zu wissen, ob ein Coach spezialisiert ist. Falls das Thema klar ist, kann man so einen Fachberater und Coach in einer Person engagieren. Das macht Sinn, wenn man sein Coaching-Thema bereits genau vor Augen hat. So gibt es einige Coaches im Bereich Landwirtschaft, die auf das Thema Hofübergabe und Generationskonflikte spezialisiert sind, andere unterstützen bei Herausforderungen mit Mitarbeitern und andere beim Zeitmanagement.


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Du hast drei Möglichkeiten, an Coaching zu kommen:

1. Selber schlau machen 

Frage dazu Freunde, Berater oder google nach Personen, die Coaching anbieten.

Ich würde die Ausbildung und die Ausbildungs-Inhalte mit abfragen. Zudem finde ich es wichtig, dass einem der Coach irgendwie sympathisch erscheint. 

2. Lass dir einen Coach vermitteln.

Ich habe Kontakte zu vielen Coaching-Kollegen ich empfehle nur Coaching-Kollegen die ich persönlich kenne. Es kann sein, dass ich für die Vermittlung eine Provision erhalte.

3. Du kannst mich auch direkt nach Coaching fragen. Sende dazu einfach deine Anfrage über das Kontakt-Formular oder per E-Mail an: christian@kuhversand.de

Ich biete neben Vor-Ort-Coaching auch Online-Coaching an.


Viel Spaß mit deinen Kühen und genieße das Leben!

Dein Christian Völkner

PS: Hier ist mein Kontakt.

058| 1000kg mehr Milch durch das Messen der Trockenmasseaufnahme

1000kg mehr Milch durch das Messen der Trockenmasseaufnahme

Interviewgast Denise Völker ist Expertin für Rinderfütterung. Sie referiert regelmäßig im Club der alten Kühe. Ihre Beobachtung: Die meisten Kühe fressen zu wenig. Hier ist der größte Hebel in der Fütterung.

Fakten zu Denise Völker:

Was ist eine gute Futterration?

Dies lässt sich nicht pauschal beantworten.

Eine gute Kuhration sollte zum Betrieb passen und gerne gefressen werden. Viele Parameter werden durch den Standort und den Betrieb vorgegeben. Wichtig ist, dass sich die Kühe mit der Ration gesund füttern lassen.

Funktioniert die Kompakt-TMR?

Ja, Kompakt-TMR funktioniert. Aber sie passt oftmals nicht in den Betriebsablauf.

Was ist Denise Völker wichtig?

  • Angepasste Beratung an die jeweiligen Gegebenheiten
  • Hohe Grundfutterqualität
  • Bedarfsgerechte Rationen
  • Controlling, ob die Ration auch tatsächlich gefressen wird
  • Dass die Betriebe keine Angst vor Fütterung haben

Wieso bringt TM Messen mehr Milch?

Durch das Messen der Trockensubstanz kann man die Trockenmasseaufnahme berechnen. Das heißt, so kann die gerechnete und gefressene Ration abgeglichen werden. Oftmals fressen die Kühe zu wenig.

Ein wichtiger Teil in der Arbeit von Denise ist es, die Futteraufnahme der Kühe nach oben zu bekommen. Dieser Teil ist wichtiger als die letzen Gramm nXP auszurechnen.

Durch das Beschäftigen mit der TM-Aufnahme sind die Betriebsverantwortlichen schnell motiviert, an ihrer TM-Aufnahme zu arbeiten. Dies führt zu mehr Milch und gesünderen Kühen. 

Wodurch entstehen Schwankungen in den TS-Gehalten?

  • Witterung (Regen oder Sonne)
  • Unterschiede in der Entnahme vom Silostock
  • Unterschiedliche Zeiträume und Sorgfalt beim Silo aufdecken
  • Wie gleichmäßig ist der Silo übereinander in das Silo gefahren
  • Ausrichtung vom Futtersilo

Nicht nur Kühe lieben Langeweile, auch Pansenmikroben lieben Langeweile. 

Es ist wichtig immer, um die gleiche Uhrzeit, die gleichen Komponenten, in dem gleichen Verhältnis zu füttern. Auch feste Uhrzeiten für das Futterranschieben wirken sich positiv auf die Pansenmikroben aus. 

Das Ziel von Denise ist, dass die Betriebe eigenständig ihre Fütterung im Griff haben und gegebenenfalls selbstständig nachjustieren können.

„Ich werde nur besser, wenn ich besser werden muss.“

Früher dachte Denise, dass man erst besser werden sollte, bevor man wächst. Heute sieht sie es etwas anders. Denn Entwicklungssprünge entstehen oft dann, wenn man sich selber zur Entwicklung „zwingt“. 

So kann es sein, dass durch einen neuen Stall eine Entwicklung in der Fütterung, Milchleistungssteigerung, etc. unbedingt erforderlich ist, um den Kapitaldienst zu decken.

Es wird also eine Entwicklung mit höherer Wahrscheinlichkeit stattfinden. Dies bedeutet natürlich nicht, dass man sich kopflos ins Wachstum stürzen sollte!  Jeder braucht eine für sich selbst stimmige Entwicklungs-Strategie.


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Dein Christian Völkner

057| Kennst du deine echten Abgangsgründe?

Kennst du deine echten Abgangsgründe?

Viele Abgangsursachen im Bereich Milchvieh sind dem Betriebsleiter gar nicht bekannt. Steile These? Mag sein. Doch hier sollte man genau sein. Von welcher Art Abgangsursachen bzw. Abgangsgründe sprechen wir? Ich unterscheide 4 Arten von Abgangsgründen.

1. Ausgewiesene Abgangsursachen

Jedes mal wenn ein Rind den Betrieb verlässt, muss dafür die Ursache angegeben werden. Doch oftmals spielen mehrere Faktoren eine Rolle. Es kann aber nur eine Ursache angegeben werden. Zudem kann es sein, dass Landwirte mit viel Stress bei den Tiermeldungen einfach irgendwas ankreuzen, ohne sich vorher das Einzeltier vor Augen zu führen. Ausgewiesene Statistiken lassen sich gut zitieren, und bieten bei gewissenhafter Eingabe der Daten sicherlich einen ersten Ansatzpunkt für betriebliche Verbesserungen.

2. Freiwillige Abgänge

Klingt merkwürdig, ist es aber nicht. Immer dann, wenn ein „erfreuliches“ Ereignis zum Abgang führt. Dies sind also Abgänge zur Zucht oder aufgrund von hohem Alter.

3. Unfreiwillige Abgänge

Alle Abgänge, die nicht geplant sind. Wozu der Landwirt sich also mit Blick auf die Wirtschaftlichkeit genötigt fühlt. Oftmals erkennt man diese Abgänge schon allein daran, dass sie in den ersten 90 Laktationstagen stattfinden.

4. Wahre Abgangsgründe

Diese Abgangsgründe sind oft nicht sofort ersichtlich. Wären sie es, würden unsere Kühe wesentlich älter werden. Denn jeder normale Landwirt ist bestrebt, seine Abgänge zu reduzieren.

Sobald er die wahren Ursachen erkannt hat, wird er gegensteuern. Doch hier sind wir am Knackpunkt, die wahren Ursachen herauszufinden ist eine schwere Angelegenheit.

Milchproduktion ist komplex: Genetik, Aufzucht, Fütterung, menschliches Verhalten, fehlerhafte Technik, Managementprobleme, Überlastung von Chef und Mitarbeitern, Unwissenheit über wichtige Details, schlecht eingestellte Melktechnik, usw. Diese Liste könnte schier endlos werden. Und jeder Betriebsleiter hat schon viele Schwachstellen gefunden und abgestellt. Der eine mehr, der andere weniger.

Mein Tipp: Stelle dir die Fragen: 

  • Was muss eigentlich passieren, damit ich meine wahren Abgangsgründe herausfinden kann? 
  • Was fehlt mir dazu? 
  • Was müsste anders organisiert werden? 
  • Wer kann mich unterstützen?

Werbung:

Sponsor dieser Folge ist Holger Vismann. Holger ist in Sachen Klauenmanagement aktiv. Seine Lösungen sind einfach anwendbar und durchdacht. Es lohnt sich als ein Besuch auf seiner Webseite: www.klauenmanagement.de

Und hier der direkte Draht zu Holger Visman

PS: Bestell ruhig schöne Grüße von deinem Pfadfinder Christian Völkner 🙂


Viel Spaß mit deinen Kühen und genieße das Leben!

Dein Christian Völkner

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Keyword: Abgangsgründe Milchvieh

Komme den echten Abgangsgründen auf die Schliche. Kuhverstand unterstützt dich und dein Milchvieh. Du bekommst wertvolle Impulse aus der Landwirtschaft für die Landwirtschaft.

054| 5 Gründe für eine zu hohe Arbeitsbelastung in der Milchviehhaltung

054| 5 Gründe für eine zu hohe Arbeitsbelastung in der Milchviehhaltung

Work-Life-Balance, Burnout, Selbstausbeutung von Milchbauern durch eine zu hohe Arbeitsbelastung. Um diese Begriffe komme ich leider oftmals nicht mehr herum, wenn ich mir die hohe Arbeitsbelastung auf vielen Milchbetrieben anschaue. Christian Völkner gibt Tipps und teilt Erfahrungen, wie man gezielt seine eigene Entwicklung vorantreibt, um nicht mehr ein Getriebener der scheinbar übermächtigen Umstände zu sein. Wichtig ist eine sinnvolle Trennung von beruflich und privat. 

1. Eine hohe Leidenschaft

Die ist eigentlich ein positiver Punkt. Eine hohe Leidenschaft führt zu ungewöhnlichen Leistungen. Sie führt dazu, dass Mut aufgebracht wird, weil man das liebt, was man tut. Das Problem ist hier nicht die Leidenschaft an sich sondern die Verteilung. Ungesund ist es, wenn man sich schwerpunktmäßig auf eine Leidenschaft stürzt und andere Lebensbereiche, wie Partnerschaft, Freundschaft, Sport oder Hobbys zu kurz kommen.

2. Mangelndes Vertrauen in Mitarbeiter

Mitarbeiter können einerseits für Entlastung sorgen, anderseits kommen durch Mitarbeiter logischerweise organisatorische und zwischenmenschliche Herausforderungen auf deinen Betrieb. Es ist oft zu beobachten, dass trotz der Einbindung von Mitarbeitern diese nur relativ einfache Dinge ausführen. Besser ist es wenn der Unternehmer ein Umfeld schafft, in dem der Mitarbeiter fachlich und persönlich wachsen kann. Dafür benötigt es Vertrauen und eine gute Kommunikation. Mehr zur Kommunikation in der Landwirtschaft findest du hier.

3. Geld sparen wollen

Die Lohnkosten sind in den Köpfen vieler Arbeitgeber sehr präsent. Man stellt jemanden ein und zack hat man höhere Ausgaben. Und oftmals muss man die Person auch noch anleiten, bis sie die Handgriffe beherrscht. Wenn dann noch das eine oder andere Missgeschick dazu kommt ist der Frust über die neue Arbeitskraft groß. Dann kann man es doch lieber gleich wieder selber machen. An dieser Stelle empfehle ich einen anderen Blickwinkel. Ein Mitarbeiter ist die große Chance für Unternehmer, einen Prozess des Wachstums in Gang zu setzten. Der Unternehmer darf lernen ein Team zu führen. Ein gutes Team ist wichtiger als die Farbe des Traktors. Ein gutes Team bringt mehr Geld, als es kostet und es macht deine Milchviehhaltung besser als sie vorher ohne das Team war. 

4. Nichts mit seiner Zeit anfangen können

Wir stecken in Gewohnheiten, wie der Fisch im Wasser. Es ist einfach, sich der Arbeit auf dem Betrieb zu widmen und wie gewohnt von morgens bis abends aktiv zu sein. Viel Arbeit ist prinzipiell ja nichts schlechtes. Doch wenn der Grund mangelnde Alternativen sind, dann ist Vorsicht geboten. Spätestens wenn man Altenteiler wird oder der Körper nicht mehr so kann, wie man möchte. Dann kommt die Quittung in Form von schlechter Stimmung oder Depression. Besser schon in jungen Jahren vielseitig aktiv sein, um freie Zeiten kämpfen. Und diese auch genießen. 

5. Die Flucht vor sich selbst

Die Unzufriedenheit mit seinem eignen Leben ist äusserst unangenehm. Es ist schmerzhaft, eignes Versagen oder unangemessenes Verhalten einzugestehen. Wenn man wirklich zur Ruhe kommt, kommen die eigenen Lebensthemen nach oben. Und das kann auch mal ganz schön ernüchternd sein. Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass es ein einfacher Weg, ist sich in die Arbeit zu stürzen, um sich abzulenken. Nur leider ist das keine Lösung. Wegschauen bringt nichts.


4 Tipps, um Grenzen zwischen Beruf und Privatleben zu ziehen.

Sicherlich gibt es noch viele weitere Möglichkeiten, sinnvolle Grenzen zu ziehen. Nicht alles funktioniert bei jedem. Hier macht es Sinn nach dem „Vorwärtsscheitern-Prinzip“ einfach mal Dinge zu versuchen. Teile deine Tipps und Erfahrungen gerne durch einen Kommentar.

1. Regeln setzen

Setze dir Ziele. Was könnten sinnvolle Regeln sein, die du für dich umsetzen kannst. Unterstützer für deine Ziele kannst du gerne mit einbinden. Überlege, was andere davon haben, wenn du mit deinen Zielen weiterkommst. Oftmals lassen sich WIN/WIN Situationen herstellen.

2. Feierabendkultur 

Es ist gut, auch mal abschalten zu können. 

Was hilft dir dabei?

3. Nutze Rituale

Sei kreativ und erfinde neue Rituale. Diese helfen dir dabei diszipliniert zu sein, ausserdem können sie auch echt Spaß machen. Viele Sportmannschaften oder auch einzelne Leistungssportler haben ihre ganz eigenen Rituale, um so mehr zu erreichen.

4. Führe ein Entwicklungstagebuch

Aufschreiben ist und bleibt der Profi-Tipp. Schreiben zwingt zum Ausformulieren. Das macht dir deine Ziele bewußter. Du kannst in so einem Tagebuch deine Erfolge festhalten, Zwischenziele definieren, festhalten, wofür du dankbar bist und vor allem später einmal nachlesen, was alles schon passiert ist. Probiere es doch einfach mal aus. 

 

Viel Spaß mit deinen Kühen und genieße das Leben!

Dein Christian Völkner


Links zur Sendung: 

KVP053| 2 Jahre Kuhverstand-Podcast

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Seit über zwei Jahren gibt es nun Kuhverstand

Vielen Dank an alle Milchviehhalter, Herdenmanager, Melker und der Landwirtschaft verbundenen Menschen für die Unterstützung und das Zuhören. Die Zeit verging wie im Flug.

Seit zwei Jahren darf ich für dich den Kuhverstand-Podcast produzieren.

Du bekommst zahlreiche Tipps, Erfahrungen und Interviews rund um die Kuh und die Milchproduktion auf die Ohren.

Die Vorteile für Dich als Hörer:

  • Der Kuhverstand Podcast ist und bleibt kostenlos.
  • Du bekommst relevante Information, die speziell für Kuhleute interessant sind.
  • Du sparst Zeit, da du wie beim Radio hören andere Dinge nebenbei erledigen kannst. So kannst du einfach beim Pflügen, Füttern oder Autofahren Kuhverstand offline anhören.
  • Bei Android: Kannst mit Hilfe eines Podcasters wie Player FM, die neusten Folgen automatisiert bei WLAN zugriff herunterladen, und so Kuhverstand später Offline anhören.
  • Bei Apple-Geräten: einfach nach Podcasts in dem I-Phone – Suchschlitz suchen und dann in der Podcast-App nach Kuhverstand suchen.
  • Hier kannst du dir gezielt einzelne Folgen anhören oder einfach etwas stöbern. Oftmals entwickeln sich in den Kommentaren sehr praxisbezogene Rückmeldungen zum entsprechenden Thema.

Einige Kuhverstand-Folgen des vergangenen Jahres:

038 Fuetterung per pc und app Erfahrungen eines Herdenmanagers mit Fodjan

039 Wie sieht die Kaelberhaltung der Zukunft aus?

040 Probleme lösen 

041 So geht hohe Grundfutterleistung!

042 400 Kühe und dennoch dicht am Einzeltier

043 So baust du dein Netzwerk in der Landwirtschaft aus

045 So geht Mitarbeiter finden

048 Wie findet Entwicklung statt?  

049 Wie bekommt mein Onkel die Kühe auf den Klauenstand?

050 So nutzt die Luchbergmilch digitale Chancen

051 Interview muttergebundene Kälberaufzucht

 


Viel Spaß mit deinen Kühen und genieße das Leben!

Dein Christian Völkner

PS: Wie findest du den Kuhverstand Podcast? Welche Folge war für dich nützlich und warum? Schicke mir einfache eine E-Mail  mit deinem Feedback an: christian@kuhverstand.de