KVP039| Wie sieht die Kälberhaltung der Zukunft aus?

KVP039| Wie sieht die Kälberhaltung der Zukunft aus

So geht Pärchenhaltung! Esther Mergens-Wahlen im Interview.

 

Fakten zu Frau Esther Mergens-Wahlen

  • Leitung eines Pflegeheims mit 120 Mitarbeitern
  • Dort tätig in den Bereich Personal- und Hygienemanagement
  • Vortragsredner zum Thema Erfolg ist Planbar
  • Im Januar 2015 hat sie zum ersten Mal von den Vorzügen der Pärchen Haltung erfahren
  • Da ihr Mann ist an einem Milchviehbetrieb beteiligt, und ihr Pioniergeist geweckt war ging es schon kurz darauf an die ersten Versuche zur Pärchenhaltung.

 

Fakten zum Milchviehbetrieb:

  • 350 Kühen
  • 5 Melkroboter und Fütterungs-System vom Lely
  •  ausgelagerter Jungviehaufzucht
  • 750 ha aufgeteilt in ca: 250 Grünland, 250ha Mais, 250 ha Getreide.
  • Weitere Betriebszweige: Lohunternehmen, 3 Biogasanlagen

Kälberverluste auf dem Betrieb

  • 2014 ca.5%
  • 2015 1,33%
  • 2016 1,31%

 

Vorteile der Pärchenhaltung:

  • Die Kälber sind aktiver
  • Die Kälber sind intelligenter
  • Bessere Abwehrkräfte
  • Höhere Tageszunahmen
  • Durch Metabolische Programmierung mehr Milchleistung als Kuh
  • Durchsetzungsfähige Tiere werden nachgezogen
  • Kälber die nicht gerne trinken, können mit Kälbern die gut trinken zusammengehalten werden. In der Regel wird dadurch die Milchaufnahme gesteigert.
  • Beim Anlernen an den Nuckeleimer können zwei Kälber parallel angelernt werden.

 

Nachteile der Pärchenhaltung:

  • Intensive Tierbeobachtung ist nötig
  • Das neue System erfordert bei der Umstellung einen gewissen Zeitbedarf, den jede neue Vorgehensweise will erstmal erlernt und perfektioniert werden.

 

Tipps von Esther Mergens-Wahlen

  • Zuerst mit den eigenen Möglichkeiten testen (gemeinsamer Vorhof zweier Iglus)
  • Wenn ein Kalb aufspringt und das andere liegen bleibt, dann stimmt meistens mit dem liegengebliebenen Kalb etwas nicht.
  • Klare Zielsetzung ausarbeiten
  • Ziele sollten Messbar sein
  • Klare Strukturen schaffen und für deren Einhaltung sorgen
  • Die eigene Innerste Motivation der Mitarbeiter hervorlocken (Intrinsische Motivation). Ein Beispiel hierfür ist die Hanuta-Strategie
  • Kälber mindestens mit 24 Brix versorgen (ab 27 Brix wurde kein Kalb krank)

Bilder zur Sendung:


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Viel Spaß mit Deinen Kühen und genieße das Leben!

Dein Christian Völkner

 

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